US-Unternehmen ziehen gegen Gewerkschaftsrechte ins Feld

Kampf um ein neues Gewerkschaftsgesetz spitzt sich zu. Kein explizit frauenpolitisches Thema, meines Erachtens trotzdem für GewerkschafterInnen wichtig.
Einer Gewerkschaft beizutreten, ohne Vergeltungsmaßnahmen des Chefs befürchten zu müssen – in vielen Ländern der Welt zählt das zu einem selbstverständlichen Arbeitnehmerrecht. In den USA ist dies nicht der Fall.

Die aktuell in den USA geltenden Arbeitsgesetze erlauben es den Firmen, MitarbeiterInnen, die sich als Gewerkschaftsmitglieder deklarieren, fristlos zu entlassen und vor Abstimmungen über die gewerkschaftliche Organisation im Betrieb Antigewerkschaftskampagnen zur Einschüchterung der Beschäftigten durchzuführen. Selbst wenn sich die Mehrheit der Beschäftigten für die gewerkschaftliche Organisation ausspricht,  können die Unternehmen derzeit die Anerkennung der Gewerkschaftsvertretung und die Aufnahme von Kollektivvertragsverhandlungen jahrelang verzögern.

Öffentliches Geld ja, ArbeitnehmerInnenrechte nein?

Ein neues Gesetz – der Employee Free Choice Act  (EFCA)– soll das gewerkschaftliche Organisationsrecht der Beschäftigten in den USA gewährleisten. US-Präsident Barack Obama ist ein Befürworter dieses Gesetzes. Doch mächtige Unternehmerverbände und US-Unternehmen lassen nichts unversucht, um die Verabschiedung dieses Gesetzes zu Fall zu bringen. Darunter die Bank of America, die – unmittelbar nachdem sie vergangenen Oktober ein Rettungspaket der US-Regierung erhalten hatte –  zu einer Konferenz mit konservativen Wirtschaftsführern und Unternehmensbossen lud, um den EFCA zu verhindern.

UNI Global Union, die globale Gewerkschaft für Fach- und Dienstleistungsberufe unterstützt den Kampf der US-Gewerkschaften für die Rechte der ArbeitnehmerInnen auf gewerkschaftliche Organisation.  Mehrere österreichische Gewerkschaften, darunter vida, sind Mitglied der UNI Global Union. In Österreich hört man von den derzeit sehr problematischen Bestimmungen zur gewerkschaftlichen Organisation der ArbeitnehmerInnen in den Medien nichts. Auch ich hab erst vor wenigen Tagen bei einer Konferenz des Dachverbandes UNI Global Union vom Kampf um den Employee Free Choice Act erfahren.

Tipps zum Weiterlesen:

UNI Global Union zum Thema

Wikipedia zum Employee Free Choice Act (Englisch)

Video von Uni Global Union – Titel: America´s workers shouldn´t stand alone.

 

 

 

 

Eine Antwort

  1. [...] berichtet davon, wie US-Unternehmen gegen Gewerkschaftsrechte ins Feld ziehen: “Die aktuell in den USA geltenden Arbeitsgesetze erlauben es den Firmen, MitarbeiterInnen, die sich a…[..] Ein neues Gesetz – der Employee Free Choice Act  (EFCA)– soll das gewerkschaftliche [...]

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